Larissa Bertonasco

Genaugenommen startete Larissa Bertonasco ihre Karriere als Illustratorin schon in der Schulzeit: Neben Kritzeleien im Lateinbuch entwarf sie auch das Cover für die Schülerzeitung oder Tattoos für ihre Freunde. „Seit ich denken kann, habe ich alles Mögliche gestaltet, gemalt, gebastelt, geschrieben, mir Sachen ausgedacht und wollte auf jeden Fall in einem künstlerischen Umfeld arbeiten. Theater, Musik und Tanz haben mich auch fasziniert!“ Das Fach Illustration an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) bot sich an, da das Studium sehr frei war und Larissa hier viel ausprobieren konnte.

Entsprechend gefällt Larissa auch besonders gut, dass es in der Illustration viele verschiedene Bereiche mit vielen unterschiedlichen Herausforderungen gibt. Vom Comic über Animationsfilm bis hin zu Packaging-Design, Editorial und Buchillustration hat sie schon die verschiedensten Projekte umgesetzt. Auch inhaltlich setzt sie sich gern mit ganz unterschiedlichen Themenfeldern auseinander: „Das finde ich gut, es hält mich beweglich und es bleibt immer spannend!“

Angst vor dem leeren Blatt Papier hat Larissa nicht, für sie ist das Leben an sich meist schon Inspiration genug, wenn man nur mit offenen Augen durch die Welt geht. Schlaue und humorvolle Menschen, andere Künstlerkolleg:innen aller Sparten und immer wieder auch Literatur, Musik und Tanz lassen sie zu ihrem Skizzenbuch greifen.

Sie arbeitet viel mit Acrylfarben, Buntstiften und Collagetechnik. Aktuell hat Larissa besonders das Zeichnen mit Bleistift und Tusche wieder für sich entdeckt. Ganz wichtiges Arbeits-Utensil: Musik im Ohr! Sie liebt es, analog zu arbeiten: „Da spüre ich die Verbindung zu meiner Zeichnung und dem kreativen Prozess am besten.“ Wenn es der Auftrag erfordert, erstellt sie aber auch digitale Illustrationen auf dem iPad.

Zu Beginn eines klassischen Illustrationsauftrags scribbelt Larissa viel und tastet sich so mit Skizzen an eine Idee heran. Davon bekommt der Kunde einen finalen Entwurf oder Varianten zu sehen, die sie anschließend ausarbeitet. Bei Collagen erstellt sie gerne vorab Moodboards mit einer Materialauswahl. Das Graphic Recording ist Larissas neuste Leidenschaft: Ob digital oder analog, hier lässt sie sich von jedem Thema mitreißen und bildet schnell und intuitiv das Wesentliche des Vortrags ab.

Ihr 2005 erschienenes Kochbuch "La nonna La cucina La vita – Die wunderbaren Rezepte meiner italienischen Großmutter", das ursprünglich eigentlich „nur“ ihre Diplomarbeit war, wurde zum Bestseller. Sie liebt zwar immer noch das Kochen und Italien, aber mindestens genauso sehr die Abwechslung und freut sich über Projekte aus allen Themenfeldern.

Ihr liebstes Zeichenobjekt sind Menschen, vor allem Frauen. Inhaltlich fokussiert sich Larissa gerne auf Weiblichkeit und Female Empowerment, Mental Health und andere aktuell in der Gesellschaft diskutierte Themen wie Migration und interkultureller Austausch: „Weil diese Inhalte mich persönlich sowieso interessieren, macht es sehr viel Spaß, dazu bildnerische Ideen umzusetzen und es fällt mir leicht, mich hineinzudenken.“

Kund:innen schätzen an Larissas Arbeiten ihr Gespür für Farbigkeit und dass ihre Bilder eine emotionale Ebene transportieren – die Motive sind zwar schön und positiv, aber nicht oberflächlich. Larissa möchte, dass ihre Bilder eine Eigenständigkeit haben und auch außerhalb des jeweiligen Kontexts funktionieren. Bei Motiven, die einen Text begleiten, wird dieser um einen neue Ebene erweitert. „Mir ist es wichtig, dass meine Bilder Menschen berühren.“

Ein besonders spannendes Projekt war für Larissa das Graphic Recording auf einem Symposium vom Dachverband Tanz zum Thema „Diversity im Tanz“: „Das war sehr intensiv, ich habe den ganzen Tag verschiedene Vorträge auf Englisch visuell begleitet, und die Zuschauer:innen konnten mir dabei zusehen, wie ich zeichne.“ Da sowohl Tanz als auch das Thema Diversität Larissa sehr interessieren, waren die Vorträge und Teilnehmer*innen extrem inspirierend und spannend für sie, und sie war mit den Ergebnissen sehr glücklich.

Viel Neues lernt Larissa auch im Austausch mit ihrem kreativen Netzwerk, mit Ateliernachbarinnen oder ihren Kolleginnen aus der Künstlerinnengruppe SPRING, mit denen sie jedes Jahr eine monothematische Publikation veröffentlicht. Das kreative Kollektiv veranstaltet regelmäßig kleine interne Workshops und unterstützt sich gegenseitig bei allen möglichen Anliegen.

In Zukunft möchte Larissa gerne verstärkt mit Projektionen arbeiten und einmal eine ganze Hauswand oder Fassade gestalten.

Genaugenommen startete Larissa Bertonasco ihre Karriere als Illustratorin schon in der Schulzeit: Neben Kritzeleien im Lateinbuch entwarf sie auch das Cover für die Schülerzeitung oder Tattoos für ihre Freunde. „Seit ich denken kann, habe ich alles Mögliche gestaltet, gemalt, gebastelt, geschrieben, mir Sachen ausgedacht und wollte auf jeden Fall in...

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