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Interview: Sabine Israel

Geboren in Schwerin, lebt und arbeitet Sabine Israel heute in Berlin. Die freie Illustratorin verbindet in ihren Arbeiten Elemente der abstrakten Malerei und der Zeichnung. Dabei verwendet sie Bleistift, Tusche, Fineliner, Aquarell, Acryl, Mischtechnik, Collage ... aber auch Photoshop.

Sabine, wie bist Du zum Illustrieren gekommen?
Ich studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Gebrauchsgrafik an der Kunsthochschule Weißensee und an der UdK in Berlin. Nach vielen Jahren der detailgetreuen Genauigkeit, zog es mich stark zur abstrakten Malerei, weg von Fineliner und Bleistift, hin zum möglichst breiten Pinsel und zur Farbe. Irgendwann bin ich dann zu meinem Ursprung zurückgekommen, zur Linie und zur Grafik.

In meinen Illustrationen verbinden sich jetzt beide Elemente, die Abstraktion und die Zeichnung, in für mich gleich wichtigem Verhältnis. Früher wollte ich immer alles direkt aufs Papier bringen ohne technischen Einsatz, ohne was dazwischen wie Siebdruck, Monotypie, Radierung ect. Das alles lag mir nicht. Deshalb überrascht es mich umso mehr, dass ich jetzt mit Photoshop arbeite. Photoshop ist eine Schatzkiste für mich geworden.

Mitte der 90er Jahre bin ich mit Malerei und Illustration nach außen getreten, habe an Wettbewerben teilgenommen mit Freunden Ausstellungen organisiert , ein Gemeinschaftsatelier gegründet und wurde so mehr und mehr wahrgenommen, bekam Aufträge und wurde von Galeristen angefragt.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Mein Stil ist vom Naturalismus und der Abstraktion gleichermaßen geprägt. Innerhalb dieser Eckpunkte bewege ich mich und experimentiere ich. Es ist immer was unvollkommenes, unsauberes dabei. Das „Glatte“ und „Aufgeräumte“ interessiert mich nicht.

Mit welchen Techniken arbeitest du?
Verschiedene Malgründe, gern altes abgelagertes oder beschmutztes Papier, Acryl-Farben, Stempel, Schablonen, verschiedenes Zeichenmaterial, alte Fotos vom Flohmarkt, Fotoapparat, Scanner, Photoshop.

Was inspiriert dich?
Die Arbeit an einem Bild ist für mich wie Zauberei, ich habe so viele Ideen und im Arbeitsprozess entsteht dann oft etwas anderes, etwas, dass sich im Verlauf des Herumexperimentierens entwickelt. Wenn ich etwas bildlich umsetzen will, dann ist die „schwierige“ Übung, mich auf eine Idee zu reduzieren. Dass mir gar nichts einfällt, hatte ich bis jetzt noch nicht. Die Ideen schreibe ich immer auf oder skizziere sie, so kann ich besser sortieren und sie gehen nicht verloren.

Interview: Christian Rothenhagen

Christian Rothenhagen lebt und arbeitet in Berlin.. Er liebt urbane Ansichten und zeigt das in seinen Arbeiten. Wir werden im September seine Toronto-Serie in unserer Galerie ausstellen. Mehr dazu wird im Bereich Gallery zu finden sein. Im Interview wollen wir mehr über ihn und seine Arbeitsweise erfahren..

Christian, wie bist Du zum Illustrieren gekommen?
Ich habe als Kind schon immer gezeichnet. Zeichnen macht „den Kopf auf“, erdet mich, macht mich glücklich. Ich brauche das. Ohne Kunst kann ich nicht.
Und um mich so frei wie möglich zu machen, und trotzdem nie den künstlerischen Anspruch aus den Augen zu verlieren, bin ich freischaffender Gestalter, Art Director, Dozent für Illustration und Gestaltung. Alles mit künstlerischem Anspruch aus ganz verschiedenen Perspektiven. Wird nie langweilig!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Vielleicht „Reduzierte Architekturzeichnungen“. Das ist es zumindest, worauf mein Fokus liegt. Dabei nicht auf beliebiger Architektur. Ich muss einen Bezug haben, zur Stadt, zum Blickwinkel, zum Ort. Ein bisschen die Zeit festhalten.
Ich beschäftige mich mit urbanem Wandel – dort wo ich lebe, Zeit verbringe. Daher Berlin, meine Stadt – und San Francisco, meine zweite
urbane Liebe. Toronto ebenso – dort habe ich 2011 eine knapp dreimonatige Auszeit genommen. Allein, ohne vorher dort gewesen zu sein oder jemanden zu kennen. Zeichnen hat mich ankommen lassen und viele Türen geöffnet.

Mit welchen Techniken arbeitest du?
Überwiegend mit Fine-Linern, Indian Ink. Markern für die Fillings. Klarlack, Sprühkleber, verschiedenen Papieren, Pappe...

Du arbeitest auch als Graphic Recorder. Wie bist du zu diesem Themengebiet gekommen und was reizt dich an dieser Art der Arbeit im Vergleich zu deinem künstlerischen Schaffen?
Ich bin bekennender Minimalist – und beim Graphic Recording kommt zudem noch die zeitliche Komponente hinzu. Der Druck, nur einen „Schuss“ zu haben reizt mich immer wieder. Und ich liebe Konzeptionelles. Da kommen viele Dinge zusammen. Großer Spaß!

Was inspiriert dich?
Die Welt, meine Freunde, genaues Hinsehen. Vergänglichkeit.

Warum sollte man dich unbedingt buchen?
Wenn man meine Sachen mag, stellt sich vielleicht die Frage nicht mehr. Das liegt nicht in meiner Hand.
Ich liebe mein Leben, meinen „Job“. Und ich mache grundsätzlich keine halben Sachen. Darum vielleicht...

Interview: Lapin

​Unser Illustrator Lapin wird ab dem 23.06. seine Ausstellung "Le tour du monde selon" in unserer Galerie vorstellen. Um mehr über ihn und seine Arbeit zu erfahren, haben wir ihn in einem Interview befragt. 

Lapin, wie bist Du zum Illustrieren gekommen?
So lange ich mich erinnern kann habe ich es geliebt zu illustrieren. In der Schule, zu Hause, ich hatte nie genug davon. So lag es nahe, dass ich ein Grafikdesign Studium an der Kunstschule in Nantes (Frankreich) absolvierte. Nach einigen Jahren als Art Director hatte ich aber genug davon mit digitalen Medien zu arbeiten. So legte ich mir einige Skizzenbücher zu und illustrierte nebenher. Ich begann meine Arbeiten in einem Kollektiv-Magazin zu veröffentlichen, dass ich mit Freunden in Paris herausbrachte. Eine Französische Agentur wurde so auf mich aufmerksam und ich hatte nach kurzer Zeit meinen ersten kommerziellen Auftrag in der Tasche.
Ich beendete daraufhin meine Festanstellung als Art Direktor und arbeite seit dem als freier Illustrator, das ist nun 9 Jahre her.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Ich habe eine ganz altmodische Art und Weise zu skizzieren, vor allem wenn ich vor Ort arbeite und in die direkte Beobachtung gehe. Ich bringe meine Aquarellfarben, meinen Tintenstift und einen Klappstuhl mit, so wie die ersten Entdecker es taten. Ich beschreibe mich als mobilen Illustrator, ich skizziere wo immer ich bin, um jede Sekunde meines Lebens aufzuzeichnen.
Ich zeichne in alte Notizbücher, die ich überall auf der Welt zusammen sammle. Das macht meine dargestellten Reisen so zeitlos.
Aber zur gleichen Zeit ich bin von der französischen Comic-Kultur beeinflusst und habe eine sehr moderne Art und Weise meine Themen darzustellen (Architektur, alte Autos, Porträts ...) mit einigen perspektivischen Verdrehungen und meiner ganz persönlichen Bildsprache.
Ich versuche den Moment des Skizzierens so festzuhalten, das der Betrachter das Gefühl des Moments spüren kann.

Mit welchen Techniken arbeitest du?
Ich beginne meine Zeichnungen mit einem flüssigen Tintenstift, dadurch kann ich sehr präzise arbeiten. Anschließend koloriere ich mit Farbstiften und Aquarell.
Für einige Auftragsarbeiten wie Tapeten oder Produkte, gestalte ich digitale Collagen aus meinen Illustrationen, das gibt der Darstellung mehr Intensität.

Was inspiriert dich?
Ich bin täglich inspiriert von den Orten zu denen ich reise oder die mich umgeben. Ich halte immer meine Augen offen, um die tägliche Inspiration zu finden:
Ob ein Porträt meiner 4 Jahre alten Tochter, die antike Stadt von Angkor in Kambodscha oder das alte verbeulte Auto, dass in meiner Nachbarschaft parkt. All das inspiriert mich.

Warum sollte man dich unbedingt buchen?
Die meisten meiner Kunden suchen diese Vision die ich habe, detailliert, präzise, poetisch und sensibel zugleich.

Und wenn Sie einen Grafik-Reporter für eine Veranstaltung oder ein Event suchen, bin ich Ihr Mann!

Mehr zur Ausstellung von Lapin ist unter dem Menuepunkt Gallery zu finden.

Interview: Nina Tiefenbach

Schon als Kind saß Nina Tiefenbach am liebsten am Schreibtisch und beschäftigte sich mit Malen, Zeichnen und Bastelarbeiten. Nach ihrem Studium an der Fakultät für Gestaltung der renommierten Hochschule in Pforzheim zog es Nina erst mal in die Ferne. Nach Reisen durch Südamerika, Frankreich und Spanien, landete sie in Berlin und arbeitete als Grafikdesignerin. Seit 2002 ist sie als freie Illustratorin für verschiedene Magazine sowie für Werbe- und Design-Agenturen tätig. Von kombinatrotweiss wird Nina Tiefenbach seit 2004 vertreten.

Nina, wie bist Du zum Illustrieren gekommen?
Schon ganz früh hab ich davon geträumt mit Zeichnen mein Geld zu verdienen, wusste aber nicht, dass es diesen Beruf überhaupt gibt. Nach meinem Designstudium und Erfahrungen in verschiedenen Agenturen als Grafikdesignerin habe ich den Schritt zur Selbständigkeit gewagt um mich ganz auf das zu konzentrieren, was mir am meisten Spaß macht: Die Illustration

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Flächig, aquarellig, klar, zum Teil farbenfroh mit zarten Linien. Gesichter und Menschen im allgemeinen darzustellen sind meine Leidenschaft: Beauty, Portrait, Fashion, Sport, Lifestyle etc.

Mit welchen Techniken arbeitest du?
Vor allem kombiniere ich Aquarell, Bleistift oder Fineliner und Rechner. Ich experimentiere aber auch gerne mit anderen Techniken wie zum Beispiel Papier falten und schneiden oder mit bewegten Bildern.


Was inspiriert dich?
Fast alles in meiner Umgebung inspiriert mich und bringt mich auf Ideen. Das können Menschen sein, Obst oder Gemüse, Pflanzen, Wollfäden die irgendwo herumliegen. Man muss nur die Augen offenhalten und schon entstehen Bilder im Kopf die ich dann in mein Ideenbuch schreibe und zum Teil umsetze.

Warum sollte man dich unbedingt buchen?
Weil ich immer versuche das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und schöne Gesichter mir besonders gut liegen.
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