Murals als innovatives Marketingtool für den öffentlichen Raum

Ekaterina Koroleva getaltete dieses Mural am Alexanderplatz für Covivio gemeinsam mit Rommy Gonzales.

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Traditionell zieren Wandbilder öffentliche oder private Räume, Murals haben sich mittlerweile aber auch zu einem innovativem Werkzeug für Unternehmen entwickelt, um visuell präsent zu sein. Sie generieren einerseits Aufmerksamkeit in Form von klassischer Werbung, andererseits wirken sie durch ihre handgemachte und oft ortsbezogene Einzigartigkeit als effektive PR-Aktion. Die Nähe des Werkes zum Publikum auf der Straße machen Murals zu einem wirksamen Tool, um ein Produkt oder eine Marke auf besonders ästhetische Weise hervorzuheben. Menschen aller sozialen Schichten werden von Wandbildern gleichermaßen angesprochen und viele schätzen den Aufwand, der hinter einem handgemalten Motiv steht. Die Wandmalerei bleibt meist sehr lange präsent und wird Teil des Stadtbilds.

Murals bieten die Möglichkeit, gezielter mit der Umgebung zu interagieren, als es generische Werbung tun könnte. Der wichtigste Unterschied zur großflächigen Printwerbung besteht darin, dass die allgemeine Öffentlichkeit Murals als Kunstwerk wahrnimmt und als Bereicherung empfindet. Grundsätzlich haben Murals und Streetart in vielen deutschen Großstädten eine tragende Rolle im Stadtbild. Oft entsteht sogar ein großer Hype um die Wandbilder und sie kommen sowohl bei Touristen als auch bei Bewohnern sehr gut an.

Ein Mural im öffentlichen Raum sollte von unterschiedlichen Blickwinkeln schnell zu erfassen sein und im besten Fall mit der Umgebung interagieren. Man kann tolle Effekte erzielen, wenn man mit Perspektiven spielt oder Objekte von der Straße oder die Architektur des Hauses in den Entwurf miteinbezieht. Geht man von einer einfachen Hausfassade aus, steht sicherlich die Fernwirkung in Vordergrund. Ein gutes Mural sollte seinen Standort respektieren und seiner Umgebung einen Mehrwert verschaffen. Je mehr Menschen das Mural sehen können, desto besser – Location is everything! Die Herausforderung besteht meist darin, dass Wände an belebten Orten und vielbefahrenen Straßen oft schwer zugänglich sind.

Für Zalandos "Activists of Optimism" Kampagne durfte Casiegraphics letztes Jahr mehrere Murals umsetzen: Eine Ananas, die auf bunten Wellen schwimmt oder einen Stift, der bunte Elemente und kleine Tiere zeichnet – der Betrachter kann den Stift „halten“ und ein Selfie machen.

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Murals sind die Königsdisziplin eines jeden Künstlers: Es geht um Perfektion, Individualität und das Gefühl von Freiheit. Die große Dimension und die visuelle Erreichbarkeit eines Bildes sind es, was Kunst an Hauswänden und Fassaden so spannend macht. Damit einher geht auch die technische Herausforderung, eine in manchen Fällen enorm große Fläche handwerklich einwandfrei zu bemalen: Eine Hauswand birgt mehr Risiko als ein Blatt Papier oder eine digitale Leinwand. Es ist eine besondere Kunst, das Bild in seine Umgebung wirkungsvoll einzubinden. Zudem macht das oft große Publikum, welches das Mural während und nach seiner Fertigstellung sieht, ein solches Projekt für viele Künstler und Künstlerinnen besonders interessant.

Ein Motiv von Papier oder Bildschirm stark vergrößert umzusetzen birgt immer Herausforderungen, die viel Planung und Zeitaufwand benötigen. Dabei spielt nicht nur die Auswahl der richtigen Farben für den richtigen Untergrund eine Rolle. Oft bedeutet dies für den Künstler auch, persönlichen Grenzen zu überschreiten, wie z.B. die eigene Höhenangst zu überwinden, um die Fassade zu bemalen!

Auch die künstlerische Glaubwürdigkeit kann eine wichtige Rolle spielen, um die Message des Murals zu transportieren. Wirbt der Kunde mit dem Künstler und seiner Arbeit für ein Produkt, sollten beide gut zueinander passen. Es wäre scheinheilig, wenn ein überzeugter Veganer Murals für ein Burgerrestaurant machen würde – und somit für beide Seiten ein absoluter Fehlschlag.

Ein authentisches und ästhetisches Mural hat sowohl die Kraft, Menschen zu inspirieren, als auch Gefühle zu vermitteln und kann den Vibe, die Stimmung der Umgebung oder des Stadtviertels positiv verändern: Setzen Sie Ihr Unternehmen, Ihre Botschaft, Ihr Produkt mit einem Mural in Szene und werden Sie zum Stadtgespräch!

Yannick de la Pêche kreierte mehrere Murals für den CBE Köln.
Casiegraphics gestaltete eine riesige Fassade für SDI in München: Jedem Fachbereich ist eine Farbe zugeordnet und bunt illustrierte Sprechblasen visualisieren die verschiedenen Sprachen, die unterrichtet werden.
Vor der Pandemie hatte Ekaterina Koroleva zudem die Gelegenheit, während der Female Future Force in Berlin einen Messestand für Fiverr zu gestalten.
Yannick de la Pêche Mural für Helium Bricks. Das Kunstwerk war Teil einer Ausstellung im Enfants Art Space für Tapir und Klotz und ihren illustrierten Taschenkalender.
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